digi.diary 62 – 1

du gabst mir einen korb, so voll von küssen,
ich blühte auf in den olivenblüten.
wer könnte sie vorm weißen winter schützen
und mich vor ihrem eisgeblüt behüten?

was war das jüngst, ein bisschen zartes lächeln,
das du mir wie ein taschentuch gereicht,
als wenn der sonnenschirme hurtig fächern
und wind auch meine lippen hat erreicht?

bin atemnot davon, nicht luft zu holen,
sie vielmehr tief in mir jetzt anzuhalten,
parfüme anzuzünden auf den kohlen,

die brennen in mir feurig lodernd loh
und räuchern meiner krausen stirne falten,
als wäre ich in meinem weinen froh.

(260115)

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