digi.diary 62 – 5

fürchte nicht das brüch’ge blau im grau,
nicht das licht, das selbst im dunkel scheint.
zünd’ die kerze an und – blind auch – schau’,
wie leuchtet sie dir ins mit dir vereint.

licht ist arbeit mittendrin in schatten.
schwarz ist weiß im gegensatz verbunden.
himmelblau sich dem gewölk entwunden,
als würde dunkelheit im licht ermatten.

ja, dein licht ist nur ein blakend funzeln
und dennoch wirft’s voraus beleuchtend funkeln,
darin dir so hell verdunkelt schwärze,

schatten werfend aus ergrauter kerze.
doch diese arbeit ist zu tun in stille.
herzstillstand sei blau darum dein wille.

(260215)

 

„Lullaby for Cain“ (Komp.: Gabriel Yared, Singer: Sinéad O’Connor)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.