digi.diary 62 – 6

„tell the bed not to lay like the open mouth of a grave“ (madonna)

in mich selbst bin ich geflüchteter
vor grenzen, die sind nicht zu überwinden.
von freiheit bin ich ein gezüchtigter,
alles muss, nichts kann dem mangel schwinden.

ries’ger überfluss statt mich bescheiden
und alles wollen, daraus nichts bekommen.
verlust als wunderwort für lust am leiden,
blut in steifen adern schwarz geronnen.

sag’ nicht, ich muss mich ändern: weiß ich selbst.
seit langem ewig gleich’ und selbe leier.
ich sag’s mir auf und bet’ mir vor: du fällst!

denn wenn ich falle, ist es eine feier,
ein sprung hinab in wieder wildes fest,
zu trinken’s aus bis auf den letzten rest.

(260221)

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