digi.diary 62 – 8

zuhause: ein chaos, verd(r)ecktes, ein nichtschon, ein je
auf gestern und heute gesetzt, nicht mehr auf morgen,
an dem ein erst- zum letzten mal geschäh’,
das würde mich verschwundenen mit mir versorgen.

so ist das draußen im neblig innerst licht
der ersten blüten am hurtigen wegesrand.
mir scheint, das will sterben lange nicht.
es feiert und feuert und setzte sich in brand

der flamme, die mir fremd, dem schattenwesen.
was ging vor da unter mozarts zopf
und auch der kugel, was war da genesen

inmitten leid und freud’ und überdruss?
alles drin ist in dem kugelkopf.
doch flieht und fliegt es dann heraus, ist schluss.

(260316: die form des sonetts rhythmisch partiell auflösend)

 

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