digi.diary 62 – 9

von den fenstern zu dem gras am see
ein blick auf zugezog’ne horizonte
in die hoffnung aus noch schücht’rem weh
auf welches, das die dunkelheit besonnte.

ein anfang neu an all den faserenden,
weg vom weh – wer weiß, wohin’s beginnt.
es könnte gehen, sich für das verwenden,
dem so manches lied darin verstimmt

zum weinen, ach, zum dennoch lächeln auch,
sitzend in des selben drachens boot,
das unter wasser senkt sein tiefes lot,

bewahrt uns schwanger warm in seinem bauch.
tauchen, frag’ ich, oder fliegen wir
vom einzeln zu den allen – dort und hier?

 

(260512)

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