digi.diary 62 – 10

das inn’re kind, mir fremd und doch geträumt:
es watschelte wie enten wankend tun
und hat sein zimmer noch nicht aufgeräumt,
in windeln ei gelegt, obwohl kein huhn.

ich kann nicht geh’n, ein kinderwagen, rollstuhl,
sind mich behütende beförd’rer oldschool.
das schwesterherz lockt naseweiß mit blüten,
von weit her zirpt in mir, sie zu erbrüten.

die mutter aber und die schwester halten
ein jedes ich in mir und dir gefangen,
damit nichts neuer wird, doch bleibt beim alten.

ich stief’le links, ich stief’le rechts, es bleibt
ein schritt voran, zurück hin zu gelangen,
wo augen, ohren und das herz war’n weit.

 

(260617)

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