digi.diary 62 – 14

marken auf dem weiter weg zu sein,
zu sprühen an die wand aus farb’gen dosen,
als wären wir ein zeitlos zollverein
gerichtet auf die unverbunden losen.

wohin ist nicht die frage, doch woher:
wo waren schiffe wir, an welcher küste,
wo wird es leichter, wo noch schüchtern schwer,
zu überdauern in des herzens wüste?

der weg indes, der stolpersteine lauf
dies ausgefaltet mir nicht hindernis,
als wär’ es dennoch schau’n und stehen auf.

ich bin mir selber nicht verwandt, gewiss,
doch bleibt, dass etwas lange her und war,
als wären wir, die sind und bleiben da.

(260719)

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