wie riechen blüten aus den schönen frauen?
rosig, erdig, algig und meerblau.
mein näschen flehmend, hinterher zu schauen
aus meinem haarkleid, war schon weiß und grau.
wie riecht das leben, wenn es sich entfernt
vom tod, vom untergang nach aufgang strebt?
denn wenn der himmel ist noch nicht entsternt,
bleibt etwas und noch mir, das überlebt.
das war an dir dein wundervoller duft,
der mich berauschte und – noch mehr – betörte
und nahm mir aus den lungen dünne luft.
ich presste meine nase in den spalt,
auch wenn er mir so gar nicht mehr gehörte,
zu fallen in dein’n innersten gehalt.
(260721)
