digi.diary 62 – 17

im quirl’gen strom und meines sumpfes sog,
aus dem ich mich an alten zöpfen zog,
da tauch’ ich immer wieder auf, ein korken,
sich selber hat ins dunkele geborgen.

im tiefen traum, da ist selbst schrilles still
und schweigt darüber, was ich wollt’ und will.
in welchem grund ich werde jetzt verschwimmen,
sagt eine nur der predigenden stimmen:

es ist die meine, in dem chor verstummt.
ich bleibe krank und werde nicht gesund.
es sei denn sturm im wasserglas schlüg’ wellen,

versenkt’ mein segelschiffchen aus papier –
in ruhm und ehre, sucht und in die gier,
hinabzufahren in die eig’nen höllen.

(260808)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.